A, B oder C?

Zeit ist kostbar. Noch kostbarer als Geld. Denn Geld kann man vermehren, während Zeit begrenzt ist. Seine Zeit sollte man also sinnvoll nutzen. Dass man Zeit auch bestens vertändeln kann, lässt sich jeden Tag auf’s Neue beobachten. Am besten bei sich selbst.

Alleine am heutigen Tag haben wir mit ziemlicher Sicherheit eine ganze Menge Zeit für nichts und wieder nichts geopfert. Ein bisschen Netflix hier, ein bisschen Klatsch und Tratsch da. Das planlose Hin- und Hergewische auf unserem Smartphone wollen wir auch nicht unerwähnt lassen. Auf den Punkt gebracht haben wir einen Batzen Zeit für Bullshit verbraten! Und damit genau das Gegenteil von dem gemacht, was uns unser Freund Jim Rohn rät: „Don’t major in minor things.“.

Eine Möglichkeit, die täglichen Aufgaben ihrer Wichtigkeit nach zu sortieren, ist die sogenannte ABC-Methode. Sie besticht vor allem durch ihre Einfachheit. Sämtliche ToDos werden einer von drei Kategorien zugeordnet. Kategorie A (Aufgaben) steht für die wirklich wichtigen Sachen von höchster Priorität, die man selbst erledigen muss und nicht delegieren kann. Kategorie B (Beachtung) umfasst Dinge von durchschnittlicher Wichigkeit. Sie können mitunter delegiert werden. Kategorie C (Kleinkram) beinhaltet den Rest, also die Belanglosigkeiten, die mengenmäßig überwiegen. Bei ihnen besteht ein starker Gegensatz von investierter Zeit und Wertschöpfung.

Kategorie C wird niemals müde uns zu locken, weil sie frei von Komplexität ist und wir dabei „abschalten“ können. Das tut natürlich gut, aber sollte in einem vertretbaren Rahmen bleiben. Ansonsten driften wir nur umher, ohne irgendwas auf sie Reihe zu kriegen. Besser nicht! Es gibt sogar Empfehlungen für die Relation der Kategorien. Was verdient wieviel Zeit? Kategorie A: 20% Zeit (=65% Wertschöpfung), Kategorie B: 15% Zeit (=15% Wertschöpfung) und Kategorie C: 65% Zeit (=20% Wertschöpfung).

Ob das die Idealformel für dich und mich ist, sei mal dahingestellt. Doch eines fällt auf. Selbst wenn wir das Wichtige zuerst erledigen, bleibt noch immer jede Menge Zeit um in Kategorie C mental die Füße hochzulegen. Sehr beruhigend, sehr beruhigend. Deswegen der Reminder zum Schluss: „Don’t major in minor things.“.