Sagenhaft

Im Sport wie generell im Leben kann man nur dann etwas erreichen, wenn man die richtige Geisteshaltung mitbringt. Die Einstellung muss stimmen. Einen, der halbherzig und ohne es ernst zu meinen an die Dinge herangeht, wird man nie wahrnehmen. Einfach weil er neben vielen anderen mit der „Komme ich heute nicht, komme ich morgen“-Mentalität nicht weiter auffällt. Wenn da aber jemand ist, der Hürden, Herausforderungen und Härtetests geradezu sucht und sich ihnen stellt, dann ist er schnell in aller Munde. Es heißt dann: „Was er/sie macht, ist sagenhaft.“.

Sagenhaft wie das Shanameh, das im Deutschen auch als Buch der Könige bekannt ist. In ihm vollbringen Helden große Taten. Es ist ein Nationalepos in der persischsprachigen Welt. Unzählige Generationen von Männern, Frauen und Kindern schöpfen aus diesem Stück Weltliteratur Kraft. Aus Kindertagen wissen wir, wie sehr es beflügelt, wenn man in Gedanken die Rolle einer Heldenfigur einnimmt.

Auch die Nibelungensage versorgt uns mit Heldentaten. Sie ist im germanischen und skandinavischen Raum weit verbreitet. Und wer hat dort noch nicht von Siegfried dem Drachentöter gehört? Der Mann, der eine feuerspeiende Bestie bezwingt. Fällt jemandem etwas ein, dass mehr Kraft spenden könnte? Mir nicht. Nachdem man von Siegfried dem Drachentöter gehört hat, kann man nur stärker sein als zuvor.

Auch der Grieche Homer hat uns mit der Ilias und der Odyssee ein Stück Weltliteratur hinterlassen, dass in seinen Lesern etwas entfachen kann. Wenn man sich anschaut, wie Achilles in den Kampf gegen Sparta zieht und wie Odysseus die heimtückische See durchschifft, dann kann einem bewusst werden, dass man selbst ein noch schlafender Löwe ist. Was wäre, wenn er erwacht?

Es kommt darauf an, womit man sich auseinandersetzt. Versorge deinen Geist mit Inspirierendem. Sollen die anderen ruhig weiter dösen. Du aber hast Besseres vor.